Goethe!

Deutschland 2010
Regie: Philipp Stölzl
Altersangaben: FSK 6 (Empfehlung ab 6 Jahren)
Länge: 100 Minuten

Inhalt

In Straßburg fällt der Jura-Student Johann Goethe durch das Staatsexamen. In den Schnee des Campus schreibt er die Worte: Lecket mich! Goethe wird von seinem Vater in seine Heimatstadt Frankfurt am Main zitiert; dort teilt dieser ihm mit, dass er seine Ausbildung zum Juristen am Reichskammergericht in Wetzlar fortsetzen solle, auch um seinen Sohn von seinen dichterischen „Flausen“ abzuhalten.

In Wetzlar angekommen, widmet sich Goethe der Arbeit an alten Akten, die er für seinen Vorgesetzten, den Gerichtsrat Kestner (der im Film den Namen „Albert“ trägt), aufarbeitet. Dabei bildet er mit dem Juristen Jerusalem, mit dem er sich auch privat anfreundet, ein Team. Auf einer Tanzveranstaltung lernt Goethe Charlotte Buff (kurz Lotte genannt) kennen und verliebt sich in sie. Es stellt sich heraus, dass sie das älteste von acht Kindern eines in Wahlheim lebenden Witwers ist und sich um ihre jüngeren Geschwister kümmern muss.

Trotz einiger Verwicklungen scheint sich Goethes Liebe zunächst zu erfüllen. Nachdem er Lotte eines seiner Gedichte vorgetragen hat, wird das Paar von einem starken Regenschauer überrascht und die beiden suchen Schutz in einer Burgruine, wo sie miteinander intim werden. Währenddessen wirbt Kestner bei Lottes Vater um die Hand seiner Tochter. Der Vater ist froh, Charlotte in einer Ehe mit einem aufstrebenden Juristen gut versorgt zu sehen, da dieser so auch Lottes Familie später finanziell unterstützen würde. Lotte zögert zunächst, übernimmt aber immer mehr die Sichtweise ihres Vaters, da sie auch das Wohl ihrer Familie will. Trotz allem fällt es ihr schwer, sich von Goethe zu trennen. Dieser hilft schließlich sogar seinem Rivalen, indem er ihm ein erfolgreiches Prozedere und die passenden Worte für dessen Heiratsantrag vorschlägt, ohne freilich zu ahnen, wer die Umworbene ist. Erst bei der Verlobungsfeier von Albert und Lotte stellt sich die Wahrheit heraus. Alle Betroffenen sind fassungslos.

Goethe ist so verzweifelt, dass er, nachdem sich sein Freund Jerusalem, enttäuscht von der Ausweglosigkeit seiner Liebe zu einer verheirateten Frau, erschossen hat, ebenfalls an einen Freitod denkt. Er führt seinen Plan allerdings nicht aus. Durch Beleidigung seines Vorgesetzten kommt es zu einem Duell mit Albert, in dem Goethe das Recht des ersten Schusses gebührt; er verfehlt jedoch. Kestner vergibt seinen Schuss absichtlich und lässt Goethe aufgrund unerlaubten Duellierens festnehmen. Während seiner Inhaftierung schreibt Goethe seinen Briefroman Die Leiden des jungen Werthers und schickt das Manuskript an Lotte, um ihr auf diese Weise zu demonstrieren, dass er ohne sie nicht leben könne. Lotte appelliert an sein dichterisches Selbstbewusstsein und schickt das Manuskript ohne Goethes Wissen an einen Verlag. Nach der Entlassung aus der Haft reist Goethe mit seinem Vater, der eigens nach Wetzlar gekommen ist, zurück nach Frankfurt. Dort ist der Roman inzwischen zum Bestseller geworden. Der Autor wird von den Buchkäufern auf der Straße erkannt und lässt sich als „Star“ feiern – und auch Goethes Vater akzeptiert stolz die schriftstellerischen Ambitionen seines Sohnes.

Quelle: Wikipedia