Filme von 1920-1949

Die Abenteuer des Prinz Achmed | 66 min | Lotte Reiniger 1926 | FSK 0

Der Silhouettenfilm basiert auf Motiven aus „1001 Nacht“ und erzählt von der abenteuerlichen Reise des Prinzen Achmed, die am Hofe des großen Kalifen beginnt.

Am Tag, als der Geburtstag des großen Kalifen zelebriert wird, erscheint ein Fremder in der Stadt und stellt sein Wunderwerk vor: ein Pferd, das durch die Lüfte fliegen kann. Der Kalif möchte dieses Zauberpferd unbe­dingt besitzen, aber als Gegengabe soll er seine schöne Tochter Dinarsade dem Hässlichen zur Frau geben. Das erzürnt Dinarsades Bruder Achmed, doch der Zauberer versteht es, den Prinzen auf das Pferd zu locken. So beginnt Achmeds Reise hinauf zu den Sternen. Endlich entdeckt Achmed den Hebel, der das Pferd abwärts treibt, und lan­det auf der Insel Wak-Wak. Hier lebt die schöne Pari Banu, in die sich Prinz Achmed auf den ersten Blick verliebt und die er entführt. Inzwischen sinnt der Zauberer in der Stadt des Kalifen auf Rache, und schon bald gelingt es ihm ein zweites Mal, dem Prinzen übel mitzuspielen. Er raubt Pari Banu und bietet sie dem Kaiser von China an. Da sie jedoch all seine Annäherungsversuche zurückweist, soll sie zur Strafe mit dem buckligen Hofnarren verheiratet werden…

Musik und Zaubereien | 127 min + 107 min | Lotte Reiniger 1930-74 | FSK 0

Ein Sillhouetten-Musikfilm:

CARMEN, eine köstliche Parodie auf Bizets Oper; PAPAGENO, der sich trotz der Gesellschaft seiner Vögel einsam fühlt; ZEHN MINUTEN MOZART, in dem höfische Paare zu den Klängen der »Kleinen Nachtmusik« tanzen; ein Duett aus COSI FAN TUTTE, in dem ein glückliches Paar seine Liebe bezeugt; A NIGHT IN A HAREM, Reinigers verloren geglaubter Auszug aus Mozarts »Die Entführung aus dem Serail«, und der vielschichtige HARLEKIN, eindeutig die Lieblingsfigur der Künstlerin.

Filme von 1950-1969

Das Feuerzeug | 80 Min. | DEFA 1959 | FSK 0 (Empf. ab 6 Jahren)

Ein armer Soldat begegnet einer Hexe, die ihm Gold verspricht, wenn er ihr ein altes Feuerzeug aus einem holen Baum holt. Er befördert das Gold zutage, der Hexe aber händigt er das Feuerzeug wegen eines Streits nicht aus. In der nächsten Stadt richtet er sich gut ein, gibt den Armen von seinem Gold, lässt sich jedoch von den Reichen ausnehmen. Als sein Besitz schwindet, hat er nur noch die Freundschaft der Armen – und das Feuerzeug. Als er es ausprobieren will, stehen drei Hunde bereit, seine Wünsche zu erfüllen. Er will zur Prinzessin, die der König gefangen hält, weil sie nur einen armen Soldaten heiraten soll. Mit Hilfe der Hunde kann er die Prinzessin befreien und alle Bösewichter davonjagen. Bei seiner Hochzeit mit der Prinzessin feiert das ganze Volk mit.

Regie: Siegfried Hartmann
Produktion: DEFA
Darsteller: Rolf Ludwig, Heinz Schubert, Rolf Defrank, Hannes Fischer, Hans
Fiebrandt, Maria Besendahl, Barbara Mehlan, Bella Waldritter u.v.a.
Drehbuch: Anneliese Koclalek, Fred Rodrian u. Siegfried Hartmann
Musik: Siegfried Bethmann

Das kalte Herz | 101 Min. | DEFA 1950 | FSK 0 (Empf. ab 8-12 Jahren)

Da wo der Schwarzwald am dichtesten ist, lebt der Köhler Peter Munk. Als er die schöne Lisbeth heiraten will, wird ihm seine Armut schmerzlich bewusst, und er bittet das Glasmännlein, den guten Geist des Waldes, um Hilfe. Er bekommt sie auch, doch er verspiel sie leichtfertig. Nun ruft er den bösen Geist, den Holländer-Michel. Der verspricht ihm allen Reichtum der Welt, wenn er sein Herz gegen einen kalten Stein eintauscht. Peter ist einverstanden, und von Stund an wird er reich und reicher, aber auch brutal und gemein. Erst als er Lisbeth aus Wut über ihre Gutmütigkeit erschlägt, kommt er zur Besinnung. Noch einmal soll ihm das Glasmännlein helfen. Für Peter gibt es jedoch nur Hoffnung, wenn er sein wahres Herz von Michel zurückerhält. Peter muss eine List anwenden, um wieder der werden zu können, der er einst war.

Regie: Paul Verhoeven
Produktion: DEFA
Darsteller: Lutz Moik, Hanna Rucker, Paul Bildt, Erwin Geschonneck, Lotte Loebinger, Paul Esser u.v.a.
Drehbuch: Paul Verhoeven, Wolff von Gordon
Musik: Herbert Trantow

Das singende klingende Bäumchen | 57 Min. | DEFA 1957 | FSK 0 (Empf. ab 4 Jahren)

Um die Liebe einer schönen, aber hochmütigen Prinzessin zu gewinnen, macht sich der Prinz auf die Suche nach dem singenden, klingenden Bäumchen, das von der Prinzessin so begehrt wird. Er findet es im einem Zaubergarten, in dem ein böser Zwerg herrscht. Der gibt ihm das Bäumchen unter einer Bedingung: Bis zum Abend muß der Prinz die Liebe der Prinzessin erringen, sonst wird er in einen Bären verwandelt – was auch passiert. Durch eine List holt der Bär die hartherzigen Prinzessin in den Zaubergarten, wo sie, ihre Schönheit und Macht beraubt, langsam Herz entwickelt. Sie gewinnt die Zuneigung der Tiere, verliebt sich in den Bären, und schließlich kehrt ihre Schönheit zurückt. Der Zwerg sieht seine Pläne durchkreuzt und lockt die Prinzessin aus dem Zauberwald, doch die hat das böse Spiel inzwischen durchschaut. Sie scheut weder Mühe noch Gefahren, um in den Zauberwald zurückzugelangen und ihren Prinzen zu befreien.

Regie: Francesco Stefani
Produktion: DEFA
Darsteller: Christel Bodenstein, Charles Hans Vogt, Eckart Dux Richard, Krüger Dorothea, Thiesing Fredy Barten u.v.a.
Buch:
Musik: Heinz-Friedel Heddenhausen

Das tapfere Schneiderlein | 81 Min. | DEFA 1956 | FSK 0 (Empf. ab 6 Jahren)

Grimms Märchen erzählt die Abenteuer eines armen Schneidergesellen, den das Erschlagen von sieben Fliegen auf einen Streich mutig macht. Er zieht in die Welt und kommt nach glücklich überstandenen Gefahren an den Hof des Königs. Die Krieger und die Höfling erschreckt der „Ritter Siebenaufeinenstreich“. Mit zahlreichen Aufgaben versuchen sie ihn loszuwerden. Aber das Schneiderlein ist unschlagbar dank seiner List und einigen treuen Helfern. Da flieht der König mit seinen Hofstaat, und das Volk setzt den Schneider auf den Thron, mitsamt der Magt Traute als Frau.

Regie: Helmut Spieß
Produktion: DEFA
Darsteller: Kurt Schmidtchen, Christel Bodenstein, Giesela Kretzschmar, Horst Drinda, Fred Kronström, Gerd Michael Henneberg, Wolf Kaiser, Gerhard Frei u.v.a.
Drehbuch: Kurt Bortfeld
Musik: Joachim Werzlau

Das Zaubermännchen | 71 Min. | DEFA 1960 | FSK k.A. (Empf. ab k.A.)

Die Prahlsucht des Müllers Kunz bringt dessen Tochter Marie als Gefangene in das Schloß. Kunz hatte behauptet, sie könne Storch zu Gold spinnen, und so soll sie nun die leeren Kassen des Königs füllen. Der verzweifelten Marie erscheint plötzlich ein Männchen und spinnt das ganze Stroh zu Gold. Diese Hilfe hat aber einen Preis: Das Männchen verlangt das erste Kind von ihr: Nach einem Jahr, Marie ist inzwischen die Frau des Königs, kommt ihr Kind zur Welt. Das Männchen will nun seine Belohnung. Die erschrockene Marie fleht das Männchen an, ihr das Kind zu lassen. Dieses zeigt Großmut und ist unter der Bedingung, daß Marie seinen Namen errät, zum Verzicht bereit. Mit Hilfe des Müllerburschen Hans kommt es zum glücklichen Ende.

Regie: Christoph Engel
Produktion: DEFA
Darsteller: Karl-Heinz Rothin, Karin Lesch, Reinhard Michalke, Peter Dommisch,
Nikolaus Paryla, Bodo Mette, Siegfried Seibt u.v.a.
Drehbuch: Gudrun Rammler, Margot Beichler, Christoph Engel
Musik: Wolfgang Pietsch

Der Teufel vom Mühlenberg | 84 Min. | DEFA 1955 | FSK 6 (Empf. ab k.A.)

Nach einer Sage aus dem Harz steckte irgendwann im Mittelalter ein brutaler gieriger Mühlmann zusammen mit dem Burgvogt und dem Dorfschulzen eine Waldmühle in Brand, zu der die Bauern ihr Korn brachten. Fortan sollten sie nur in seiner Mühle mahlen, und der diktierte die Bedingungen. Anna, die auf dem Mühlhof arbeitete, kommt dem Verbrechen auf die Spur, und gemeinsam mit dem mutigen Jörg faßt sie den Plan, heimlich die abgebrannte Mühle wieder aufzubauen. Unterstützt von den Köhlern, den guten Geistern des Waldes, und den Bauern des Dorfes gelingt das Vorhaben. Die nächste Ernte wird wieder in der alten Mühle gemahlen, und der finstere Müller geht leer aus. Als er in rasender Wut Rache üben will, greifen die Köhler ein und verwandeln ihn in ein steinernes Standbild.

Regie: Herbert Ballmann
Produktion: DEFA
Darsteller: Eva Kotthaus, Hans-Peter Minetti, Willy a. Kleinau, Werner Peters, Gerhardt Frei, Heinz Kammer u.v.a.
Drehbuch: Kurt Bortfeldt, Anneliese Probst
Musik: Joachim Werzlau

Die Geschichte vom armen Hassan | 58 Min. | DEFA 1958 | FSK 0 (Empf. ab k.A.)

Brokat, Samt und Lackschuh – der eitle Kaiser hat nur eins im Sinn: immer neue prachtvolle Kleider. Das kostet viel Geld, und sein Volk muß dafür bezahlen. Aber der Straßenjunge Tobias faßt einen kühnen Plan. Er will dem Kaiser die Augen öffnen. Zusammen mit Hofmodeschöpfer Lorenzo denkt er sich einen unglaublichen Schwindel aus. Im Reich der unsichtbaren Kleider werden alle nur das sehen, was sie sehen wollen. Von der Fingerhutmamsell bis zum Oberbügeleisenputzer. Und der einfältige Kaiser fällt prompt darauf herein. Niemand bringt den Mut auf, die Wahrheit auszusprechen, bis Tobias` kleine Freundin Jenny vor den Kaiser tritt.

Regie: Juraj Herz
Produktion: von Omnia Film für Kirch Gruppe, ZDF und TVE
Darsteller: Harald Junke, Andrea Ferreol, Carsten Voigt, Jan Kalous, Annelie Herz
Buch: Bernd Fiedler, nach dem Märchen von Hans Christian Andersen
Musik: Petr Hapka

Die Geschichte vom kleinen Muck| 96 Min. | DEFA 1953 | FSK (Empf. ab 6-8 Jahren)

In einer Stadt im Orient lebt ein kleiner buckliger alter Mann. Von den Kindern gehänselt und gejagt, zieht er sie eines Tages mit einer Geschichte in seinen Bann – seiner Geschichte: Ein kleiner Junge, Muck genannt, wird nach dem Tode seines Vaters von den bösen Verwandten aus dem Haus gejagt. Er zieht in die Wüste, um sein Glück zu suchen, und kommt zu einer wundersamen Alten. Hier gelangt er in den Besitz von rasenden Zauberpantoffeln und einem Stab, der vergrabene Schätze aufspürt. Muck glaubt, das Glück gefunden zu haben, und begibt sich in die nächste Stadt, um am Hofe des Sultans eine Stelle als Schnelläufer anzunehmen. Doch Mucks Karriere erregt den Neid der Höflinge, die ihn in ein Intrigenspiel verwickeln und aus dem Palast jagen. Unterwegs entdeckt er das Geheimnis zweier ungewöhnlicher Feigenbäume, das ihn in die Lage versetzt, den Höflingen eine Lehre zu erteilen, indem er ihnen Eselsohren an den Kopf zaubert. Er fordert seine gestohlenen Pantoffeln und das Stöckchen zurück und wandert wieder in die Wüste hinaus. Nicht Reichtum bedeutet Glück, sondern Freundschaft und Hilfsbereitschaft.

Regie: Wolfgang Staudte
Produktion: DEFA
Darsteller: Thomas Schmidt, Johannes Maus, Friedrich Richter, Trude Hesterberg, Alwin Lippisch, Silja Lesny, Charles Hans Voigt, Werner Peters, Gerhard Hänsel u.v.a.
Drehbuch: Peter Podehl, Wolfgang Staudte
Musik: Ernst Roters

Die goldene Gans | 64 Min. | DEFA 1964 | FSK 0 (Empf. ab k.A.)

Klaus lebt mit seinen beiden faulen Brüdern in einer Schusterwerkstatt. Er muß alle Arbeit alleine machen. Eines Tages trifft er bei Holzfällen eine alte Frau, die ihm seine Freundlichkeit mit einer goldenen Gans vergilt. Die hat eine besondere Eigenschaft: Alle Neuigkeiten, Neidischen, Habgierigen bleiben an ihr hängen. Auf seiner Wanderschaft sammelt Klaus so ein bundes Gefolge, selbst ein Müller mit einem Esel ist klebengeblieben. In der nächsten Stadt bringt er damit die aus Langeweile in Schwermut verfallene Königstochter zum lachen. Der König, der demjenigen seine Tochter als Lohn versprach, der dies schafft, stellt angesichts des armen Klaus neue Bedingungen. Klaus löst sie jedoch mit viel Geschick und bekommt die Königstochter.

Regie: Siegfried Hartmann
Produktion: DEFA
Darsteller: Kasper Eichel, Karin Ugowski, Uwe-Detlev Jessen, Peter Dommisch, Heinz Scholz, Gerd E. Schäfer u.v.a.
Drehbuch: Günter Kaltofen
Musik: Siegfried Bethmann

König Drosselbart | 70 Min. | DEFA 1965 | FSK 0 (Empf. ab 6 Jahren)

Prinzessin Roswitha verunglückt mit ihrer Kutsche im Wald. Ein junger Reiter hilft ihr, doch sie behandelt ihn schnippisch. Im Schloß angekommen, wird sie schon von Freiern erwartet. Sie kann wählen, aber keiner ist ihr gut genug, auch nicht der letzte, jener Reiter aus dem Wald – weil er seinen Bart wie eine Drossel hat. Roswitha ist derart verletzend, daß der König beschließt, ihr den nächsten Bettler, der aufs Schloß kommt, zum Mann zu geben. Es ist ein Spielmann, und Roswitha muß ihm in seine ärmliche Hütte folgen. Ihre Widerborstigkeit verfliegt langsam, angesichts der Güte des Mannes. Nachdem dieser ihr einige heilsame Lehren erteilt hat, ändert sie sich, und der Spielmann gibt sich als König Drosselbart, den sie verspottet hat, zu erkennen. Aus den beiden wird ein glückliches Paar.

Regie: Walter Beck
Produktion: DEFA
Darsteller: Karin Ugowski, Manfred Krug, Martin Flörchinger, Evamaria Heyse, Helmut Schreiber, Achim Schmidtchen u.v.a.
Drehbuch: Günter Kaltofen, Walter Beck
Musik: Wolfgang Lesser

Rotkäppchen | 69 Min. | DEFA 1962 | FSK 0 (Empf. ab 5 Jahren)

Rotkäppchen lebt mit ihren Eltern in einem Haus am Waldrand. Die Tiere sind ihre Freunde. Das Mädchen ist hilfsbereit und freundlich, und es kommt ihr nicht in den Sinn, daß ihr jemand Böses will. Häufig besucht sie ihre Großmutter, die tief im Wald wohnt. Und da treiben der Wolf und dessen Untertan Fuchs ihr Unwesen. Eines Tages geht Rotkäppchen in deren Falle. Im Haus der Großmutter wird sie vom Wolf überrascht und verschluckt. Doch ihre Freunde sind zur Stelle: Das Häschen holt Hilfe. Der Vater, die Mutter und sogar der Bär eilen herbei, retten sie und sorgen dafür, daß der Wolf seine gerechte Strafe bekommt.

Regie: Götz Friedrich
Produktion: DEFA
Darsteller: Blanche Kommerell, Helga Raumer, Horst Kube, Friedel Nowak, Werner Dissel, Harald Engelmann, Ernst-Georg Schwill, Jochen Beley u.v.a.
Drehbuch: Hans Rodenberg
Musik: Gerhard Wohlgemuth

Schneewittchen | 60 Min. | DEFA 1961 | FSK 0 (Empf. ab 5 Jahren)

Aus Eifersucht und Neid will die böse Königin ihre Stieftochter töten lassen. Der damit beauftragte Jäger jedoch läßt das Mädchen im Wald laufen. Schneewittchen gelangt zu den sieben Zwergen und findet bei ihnen freundliche Aufnahme. Bald erfährt die Königin durch ihren Spiegel davon. Außer sich vor Zorn, will sie Schneewittchen nun selbst töten. Verkleidet macht sie sich auf den Weg, und beim dritten Versuch gelingt ihr schließlich die Tat. Schneewittchen aber wird zum Leben erweckt, und der junge König nimmt sie mit auf sein Schloß. Zur Hochzeit wird auch die böse Stiefmutter eingeladen, die vor lauter Angst die Flucht ergreift.

Regie: Gottfried Kolditz
Produktion: DEFA
Darsteller: Doris Weikow, Marianne Christina Schilling, Wolf-Dieter Panse, Fred Delmare, Harry Hindemith, Steffie Spira
Drehbuch: Günter Kaltofen
Musik:; Siegfried Tiefensee

Wie heiratet man einen König oder die kluge Müllerstochter | 77 Min. | DEFA 1969 | FSK 0 (Empf. ab 6 Jahren)

Auf einem Stück Land, das ein Bauer und seine Tochter vom König erbaten, finden die beiden eine wertvolle Schatulle – ohne Deckel. Gegen den Rat der Tochter bringt der Bauer sie zum König. Der bezichtigt ihn, den Deckel gestohlen zu haben und kerkert ihn ein. Mit dem Lösen dreier Rätsel kann die Tochter den Vater befreien – und gleichzeitig durch ihre Klugheit das Herz des Königs gewinnen. Als Königin macht sie ihrem Gemahl immer wieder klar, wie ungerecht er seine Untertanen behandelt, und er verweist sie aus dem Schloß. Weil er sie trotz allem liebt, darf sie sich mitnehmen, was ihr das Liebste ist. Und so kommt es, daß der König am nächsten Morgen in einer kleinen Bauernstube erwacht.

Regie: Rainer Simon
Produktion: DEFA
Darsteller: Cox Habbema, Eberhard Esche, Sigrun Schulz, Hannes Fischer, Peter Dommisch, Jürgen Holtz, Alfredo Lugo u.v.a.
Drehbuch: Günter Kaltofen, Rainer Simon
Musik: Peter Rabenalt

Märchen und Fabeln | 133 min + 236 min | Lotte Reiniger 1953-54 | FSK 0

Silhouettenfilme nach Märchen von Hans Christian Andersen, Wilhelm Hauff und der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm

Der fliegende Koffer | Aschenputtel | Der Graf von Carabas | Die goldene Gans | Däumelinchen | Dornröschen | Die drei Wünsche | Der Froschkönig | Der gestiefelte Kater | Hänsel und Gretel | Der Heuschreck und die Ameise | Kalif Storch | Schneeweißchen und Rosenrot | Das tapfere Schneiderlein | Jack and the Beanstalk

Filme von 1970-1989

Das blaue Licht | 79 Min. | DEFA 1976 | FSK 0 (Empf. ab k.A.)

Der Bauer Hans ist als Soldat in den Krieg gezogen. Zurückgekehrt und von seinem König um den Sold betrogen, macht er sich auf den Weg nach Hause. Da begegnet er einer Hexe, die ihn bittet, ihr ein Licht aus dem Brunnen zu holen. Er behält es, als die Hexe ihn hintergehen will, und entdeckt dessen Zauberkraft. Beim Entzünden erscheint ein Männlein, das dem Besitzer des Lichts dienen muss, aber es vermag nur soviel, wie dieser sich selbst traut. Mutig geworden, geht Hans noch einmal zum König, um seinen Sold zu verlangen. Er wird wiederum abgewiesen, und so entführt er dessen Tochter, die ihm den Haushalt führen muss. Die Häscher des Königs fangen ihn, der Galgen ist schon aufgestellt, da rettet der aus Versehen abgegebene Kanonenschuss eines Räubers sein Leben.

Regie: Iris Gusner
Produktion: DEFA
Darsteller: Viktor Semjonow, Fred Delmare, Katharina Thalbach, Helmut Straßburger, Blanche Kommerell, Marylu Poolman u.v.a.
Buch: Gerd Gericke
Musik: Gerhard Rosenfeld

Der Bärenhäuter | 79 Min. | DEFA 1986 | FSK 0 (Empf. ab k.A.)

Nach dem Krieg aus den Dienst entlassen, weiß der arme Soldat Christoffel nicht wohin. Da begegnet er dem Teufel und bietet ihn einen Pakt an: Geld in unbegrenzter Menge, wenn er sich sieben Jahre lang nicht wäscht, Haare und Nägel nicht schneidet und in keinem Bett schläft. Christoffel ist einverstanden. Doch bald merkt er, daß das Geld ihm nichts nützt, denn die Menschen meiden den schmutzigen, stinkenden Gesellen. Er sucht sich ein Qiuartier im Gefängnis, löst einen verschuldeten Goldschmied aus und gewinnt dadurch das Herz von dessen Tochter Katarina. Doch Christoffel verläßt sie. Erst nach Ablauf der Frist läßt er sich vom Teufel persönlich reinwaschen und kehrt als adretter Mann zu ihr zurück.

Regie: Walter Beck
Produktion: DEFA
Darsteller: Jens-Uwe Bogadtke, Janina Hartwig, Manfred Heine, Hans Teuscher, Heidemarie Wenzel, Dieter Wien u.v.a.
Buch: Thea Richter
Musik: Günter Fischer

Der Froschkönig | 64 Min. | DEFA 1988 | FSK 0 (Empf. ab 5 Jahren)

Eine Prinzessin läßt beim Spiel eine goldene Kugel in den Brunnen fallen, und ein Frosch gibt sie ihr wieder – unter der Bedingung, daß sie fortan mit ihm Speise, Trank und Bett teilt. Das Versprechen ist schnell gegeben, doch als der Frosch in ihr Bett will, wirft sie ihn empört an die Wand. Er verwandelt sich in einen schönen Prinzen, muß sie aber verlassen, weil sie ihr Versprechen gebrochen hat. Die Prinzessin macht sich auf die Suche nach ihm, übersteht vielfältige Gefahren und gerät zum Schloß des Froschkönigs. Als Junge verkleidet gelingt es ihr hineinzukommen. Als Gehilfe bei Küfer, Koch und Kammerherren kann sie ihr Versprechen doch noch erfüllen und den Prinzen erlösen.

Regie: Walter Beck
Produktion: DEFA
Darsteller: Jana Mattukat, Jens-Uwe Bogadtke, Peter Sodann, Franziska Glöss-Ebermann, SusanneLüning, Thommas Wolff u.v.a.
Buch: Gerd Gericke
Musik: Günther Fischer

Die Geschichte von der Gänseprinzessin | 90 Min. | DEFA 1989 | FSK 6 (Empf. ab 8 Jahren)

Prinzessin Aurinia ist mit ihrer Magd Liesa und ihrem Pferd Falada auf dem Weg zum Schloß des Königs Ewald, dessen Sohn Ivo sie zur Frau versprochen wurde. Unterwegs zwingt Liesa die Prinzessin zum Rollentausch, sie selbst will Königin werden. Im Schloß angekommen, versucht Falada die falsche Braut zu entlarven. Liesa läßt Falada köpfen, den Kopf über dem finsteren Tor aufhängen, und Aurinia muß als Gänsemagd dienen. König und Prinz werden mißtrauisch angesichts der Grausamkeit der vermeintlichen Prinzessin, und Ivo verliebt sich in die freundliche Magd Aurinia. Mit Hilfe des Hirtenjungen Kürdchen gelingt es dem König und Prinz, den Betrug aufzudecken. Liesa bekommt ihre gerechte Strafe, und die echte Prinzessin feiert mit Ivo Hochzeit.

Regie: Konrad Petzold
Produktion: DEFA
Darsteller: Dana Moravkova, Michaela Kuklova, Eberhard Mellies, Regina Beyer, Peter Zimmermann, Gerry Wolf, Alexander Höchst, Karsten Janzon u.v.a.
Buch: Marion Wallroth
Musik: Zdenek Joh

Die Schneekönigin | 83 Min. | 1986 | FSK 6 (Empf. ab 8 Jahren)

Die wunderschöne, eiskalte Schneekönigin bringt den Jungen Kai in ihre Gewalt, um sich mit seiner Hilfe der Welt zu bemächtigen und sie in Kälte und Finsternis versinken zu lassen. Nur die unerschütterliche Liebe der kleinen Gerda, die durch gefährliche Abenteuer auf eine harte Probe gestellt wird, kann den Jungen und mit ihm die ganze Erde aus den eisigen Klauen befreien.

Regie: Päivi Hartzell
Produktion: Neofilmi Oy
Darsteller: Satu Silvo, Outi Vainion Kulma, Sebastian Kaatrasalo, Tuula Nyman u.v.a.
Buch: Päivi Hartzell, Nach dem Märchen von Hans Christian Andersen
Musik: Jukka Linkola

Dornröschen | 68 Min. | DEFA 1971 | FSK 0 (Empf. ab 6 Jahren)

Anläßlich der Geburt ihrer Tochter geben König und Könnigin ein großes Fest. Geladen sind auch zwölf Feen, die dem Kind alle guten Eigenschaften in die Wiege legen. Da der König den Fleiß verachtet, hat er die dreizehnte Fee, die des Fleißes, nicht geladen. Ein Hauptmann läßt sie dennoch ins Schloß, und sie wünscht Dornröschen den Tod. Die zwölfte Fee wandelt den Spruch um. In einen 100jährigen Schlaf soll Dornröschen fallen, wenn sie sich an ihren fünfzehnten Geburtstag an einer Spindel sticht. Der König verbannt alle Spindeln aus dem Land, womit er die arbeitenden Menschen in große Not stürzt. Eine aber ist vergessen worden, und so erfüllt sich der Fluch. Das ganze Schloß verfällt in Schlaf. Als ein junger Prinz kommt, um Dornröschen zu wecken, stellt die dreizehnte Fee ihn auf die Probe. Da er sich als klug und gerecht erweist, erwachen mit Dornröschen auch alle anderen.

Regie: Walter Beck
Produktion: DEFA
Darsteller: Juliane Koren, Burkhard Mann, Helmut Schreiber, Evamaria Heyse, Vera Oelschlegel, Thomas Langhoff u.v.a.
Drehbuch: Margot Beichler
Musik: Klaus Lenz u. Hermann Anders

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel | 83 Min. | DEFA 1974 | FSK 0 (Empf. ab 6 Jahren)

Von ihrer bösen Stiefmutter und der Stiefschwester um Stand und Besitz gebracht, muß Aschenbrödel die schmutzigste Arbeit auf dem Gutshof verrichten. Doch sie ist immer freundlich, und alle Angestellten sind ihr zugetan. Auch die Tiere sind ihre Freunde. Eines Tages begegnet sie im Wald einem übermütigen Prinzen und verliebt sich in ihn. Damit sie ihn wiedersehen kann, schenkt ihr der Kutscher ihres Hofes drei Zaubernüsse, die ihr drei prächtige Gewänder bescheren, in denen sie dem Prinzen gegenübertritt. Der Prinz, als ein Leichtfuß verschrien, läßt sich aber von den Kleidern nicht beeindrucken. Er erkennt das geschickte und liebenswerte Mädchen hinter ihnen, und wählt sie zu seiner Frau.

Regie: Vaclav Vorlicek
Produktion: DEFA
Darsteller: Libuse Safrankova, Pavel Travnicek, Carola Braunbock, Rolf Hoppe, Karin Lesch, Daniela Hlavacova u.v.a.< Buch: Marcela Pittermann
Musik: Karel Svoboda

Frau Holle | 57 Min. | DEFA 1983 | FSK 0 (Empf. ab 10 Jahren)

Eine Witwe hat eine häßliche, faule Tochter und eine fleißige, schöne Stieftochter. Während erste sich in ihrer Faulheit sonnt, muß die Stieftochter alle Arbeit verrichten. Als ihr eine Spule in den Bunnen fällt, muß sie hineinspringen, um sie wieder herauszuholen. Marie landet auf einer schönen Wiese. Auf der wandert sie fort und kommt zu Frau Holle, wo sie jeden Morgen die Betten kräftig schüttelt damit es auf der Erde scheint. Als sie wieder nach Hause möchte, wird sie für ihre fleißige Arbeit reich mit Gold gesegnet. Die neidische Schwester will es ihr gleichtun und springt ebenfalls in den Brunnen. Da sie aber unfreundlich und faul ist, wird sie zur Strafe mit Pech überschüttet.

Regie: Gottfried Kolditz
Produktion: DEFA
Darsteller: Mathilde Danegger, Karin Ugowski, Katharina Lind, Elfriede Florin, u.v.a.
Drehbuch: Günter Kaltofen, Gottfried Kolditz
Musik: Joachim Dietrich Link

Hans Röckle und der Teufel | 75 Min. | DEFA 1974 | FSK 0 (Empf. ab k.A.)

Dem Puppenspieler und erfindungsreichen Mechanikus Röckle erscheint eines Tages der Teufel Flammenfuß und bietet ihm einen Pakt an. Röckle erhält Zauberkraft, verfällt aber dem Teufel, wenn er in sieben mal sieben Stunden nichts Neues schafft. Röckle nutzt den Zauber, um den Menschen zu helfen. Für die Näherin Luisa schafft er eine Nadel, die selber näht, und für Jakob eine Flöte, mit der er den Bauern Regen bringen kann. Der Teufel holt sich die wunderbaren Dinge, muß sie aber zurückgeben, weil er sie nicht beherrscht. Zum Segen der Menschen jedoch können sie auch nicht verwendet werden, denn der Manufakturbesitzer setzt den Lohn für die Näherin herunter, und der Grundbesitzer verlangt die Flöte, um nur seine Felder zu beregnen. Da erfindet Röckle ein Fernrohr, mit dem er in die Zukunft sehen kann, und dorthin bringt er seine Wunderdinge.

Regie: Hans Kratzert
Produktion: DEFA
Darsteller: Rolf Hoppe, Peter Aust, Simone von Zglinicki, Matthias Günther, Christa Lehmann, Herbert Köfer u.v.a.
Buch:
Musik: Günther Fischer

Schneeweißchen und Rosenrot | 67 Min. | DEFA 1979 | FSK 0 (Empf. ab 5 Jahren)

Schneeweißchen und Rosenrot wohnen am Rande eines Waldes, in dessen Inneren der Berggeist Schimmelbart sein Unwesen treibt, weil er den Reichtum einer Edelsteinmine für sich allein haben will. Die Mädchen berichten zwei als Jäger verkleideten Prinzen davon. Doch als die beiden jungen Männer das Geheimnis der Mine ergrünen wollen, werden sie von Schimmelbart in Tiere verwandelt. Während des harten Winters versorgen die ahnungslosen Mädchen die Tiere mit Futter und ziehen sich damit den Zorn Schimmelbarts zu. Schließlich aber besiegen sie ihn, die Prinzen werden erlöst, die vier feiern Hochzeit und die Bergleute bekommen ihre Mine zurück.

Regie: Siegfried Hartmann
Produktion: DEFA
Darsteller: Julie Juristova, Katrin Martin, Pavel Travnicek, Bodo Wolf, Hans-Peter Minetti, Johannes Wieke u.v.a.
Buch: Willi Brückner
Musik: Peter Gotthardt

Sechse kommen durch die Welt | 62 Min. | DEFA 1972 | FSK 6 (Empf. ab 6 Jahren)

Im Lande Malabunt entläßt der König nach einem Krieg seine geschlagenen Soldaten mit einem kläglichen Wegegeld. Einer der Betrogenen protestiert und prophezeit dem König, er werde eines Tages noch alle Schätze des Landes herausgeben müssen. In den Kerker gesteckt, trifft der Soldat den ersten Partner für seine Vergeltung: den Starken. Mit einem kräftigen Niesen sprengt dieser die Kerkertür, und auf der gemeinsamen Wanderschaft treffen sie den schnellsten Läufer, den Musiker, dessen Fidel jeden tanzen läßt, den Jäger mit treffsicherem Schuß und das Mädchen Schiefhütchen, das Frost machen kann. Gemeinsam ziehen sie zum Hof, wo sie sich dem Wettkampf stellen, ihren verdienten Lohn gegen alle Tücken des Königs verteidigen und am Ende mit all seinen Schätzen abziehen, um sie an das Volk zu verteilen.

Regie: Rainer Simson
Produktion: DEFA
<Darsteller: Jiri Menzel, Günter Schubert, Friedo Solter, Olga Strub, Christian Grashof, Jürgen Gosch, Margit Bendokat, Jürgen Holtz u.v.a.
Buch: Inge Wüste
Musik: Peter Rabenalt

Wer reißt denn gleich vorm Teufel aus | 88 Min. | DEFA 1977 | FSK 0 (Empf. ab 6 Jahren)

Der arme Bursche Jakob wird wegen seiner Furchtsamkeit von den Leuten oft verspottet, und vom Mißgeschick ist er außerdem verfolgt. Der König hat es ebenfalls auf sein Leben abgesehen. Mit einem Brief schickt er Jakob zum Schloß, und wäre er nicht Räubern in die Hände gefallen, dann hätte er den Tag nicht überlebt. So aber feiert er Hochzeit mit der Prinzessin. Der Genarrte König entsendet ihn zum Teufel, drei goldene Haare zu holen – in der Hoffnung, Jakob nicht wiederzusehen. Der marschiert los und verspricht unterwegs den vom König ausgebeuteten Untertanen, den Teufel nach einem Ausweg aus ihrer Not zu fragen. In der Hölle kommt er mit einer List – er tarnt sich mit den Kleidern der abwesenden Teufelin – zu den drei goldenen Haaren und kehrt als Held zurück.

Regie: Egon Schlegel
Produktion: DEFA
Darsteller: Hans-Joachim Frank, Dieter Franke, Rolf Ludwig, Katrin Martin, Wolfgang Greese, Hannjo Hasse u.v.a.
Buch:
Musik: Günter Hauk

Filme von 1990-Heute

Das tapfere Schneiderlein | 59 Min. | Neuverfilmung 2008 | FSK 0 (Empf. ab 6 Jahren)

Sieben auf einen Streich – auch wenn es nur Fliegen waren – hat der Schneider David erlegt und zieht unerschrocken in die Welt hinaus. In Windeseile verbreitet sich die Kunde seiner Tat im ganzen Land bis zum Königshof. Für König Ernst kommt ein jugendlicher Held wie gerufen: Vielleicht ist er ja der ersehnte Retter, der das Reich von zwei Riesen, einem wilden Einhorn und einer gefährlichen Wildsau befreien kann. Meistert David alle drei abenteuerlichen Prüfungen, verspricht ihm der König nicht nur die Hälfte seines Reiches, sondern auch die Hand der wunderhübschen Prinzessin Paula.

Der Froschkönig | 59 Min. | Neuverfilmung 2008 | FSK 0 (Empf. ab 6 Jahren)

Der wunderschönen Prinzessin Sophie fällt ihr liebstes Spielzeug – eine goldene Kugel – ins Wasser. Ein Frosch bietet ihr seine Hilfe an. Doch dafür muss sie ihm viele Versprechen leisten. Am Abend fordert der Frosch seine Versprechen ein und gesellt sich zu den Geburtstagsgästen. Als er zu ihr ins Bett steigt, wirft sie ihn wütend gegen die Wand. Im gleichen Augenblick verwandelt sich das Tier in einen jungen Prinzen. Diesen dramatischen Höhepunkt des Grimm’schen Märchenklassikers „Der Froschkönig“ kennt wohl jedes Kind.

Des Kaisers neue Kleider | 90 Min. | 1993 | FSK 0 (Empf. ab 6 Jahren)

Brokat, Samt und Lackschuh – der eitle Kaiser hat nur eins im Sinn: immer neue prachtvolle Kleider. Das kostet viel Geld, und sein Volk muß dafür bezahlen. Aber der Straßenjunge Tobias faßt einen kühnen Plan. Er will dem Kaiser die Augen öffnen. Zusammen mit Hofmodeschöpfer Lorenzo denkt er sich einen unglaublichen Schwindel aus. Im Reich der unsichtbaren Kleider werden alle nur das sehen, was sie sehen wollen. Von der Fingerhutmamsell bis zum Oberbügeleisenputzer. Und der einfältige Kaiser fällt prompt darauf herein. Niemand bringt den Mut auf, die Wahrheit auszusprechen, bis Tobias` kleine Freundin Jenny vor den Kaiser tritt.

Regie: Juraj Herz
Produktion: von Omnia Film für Kirch Gruppe, ZDF und TVE
Darsteller: Harald Junke, Andrea Ferreol, Carsten Voigt, Jan Kalous, AnnelieHerz
Buch: Bernd Fiedler, nach dem Märchen von Hans Christian Andersen
Musik: Petr Hapka

Dornröschen | 81 Min. | Neuverfilmung 2008 | FSK 0 (Empf. ab 6 Jahren)

Es war einmal … das uns wohl bekannte Königspaar, dem endlich die lang ersehnte Tochter geboren wird. Doch bei der Taufe geht etwas schief. Eine der 13 Feen ist beleidigt und verflucht das Kind. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kommt es wie es kommen muss: an ihrem 15. Geburtstag sticht sich die Prinzessin auf dem Dachboden an der vergessenen Spindel und fällt mit allen Lebewesen auf dem Schloss in einen hundertjährigen Schlaf, bis endlich ein mutiger Prinz die um das Schloss gewucherte Rosenhecke überwindet und die Prinzessin mit einem Kuss weckt.

Geschickt krönen herrlich komische Pointen den humorvollen Unterton des ganzen Films. Absolut gelungen sind auch die Hauptfiguren, die sich am Ende nicht deshalb so gut verstehen, weil sie zufälligerweise Prinzessin und Prinz sind, sondern sympathische Leute, die sich beide dafür interessieren, ihre Umwelt zu erforschen. Diesen Entdeckergeist nutzt der Film sogleich, um das Märchen mit den Special Effects des 18. Jahrhunderts spannend und glaubwürdig zu modernisieren. So passt die Story in unsere Zeit!

Auszeichnungen: Kinderfilmpreis beim 35. Int. Filmwochenende Würzburg 2009
Pressezitate: „Eine gelungene Märchenverfilmung, die die Vorlage respektiert, poesievoll erweitert, mit Phantasie und Witz neue Akzente setzt und die nicht nur Kindern Vergnügen bereitet.“ (G. Lukasz-Aden, Kinder- & Jugendfilm-Korresoondenz 3-2008)

Hänsel und Gretel | 80 Min. | 2005 | FSK 6 (Empf. ab k.A.)

Die kennen weder den Heimweg noch haben sie etwas zu essen. Von den süßen Leckereien an den Außenwänden eines kleinen Häuschens angezogen, geraten sie in die Gewalt einer bösen Hexe. Dank Gretel können sie entkommen und kehren glücklich zu ihrem Vater zurück. Die am Original orientierte Neuverfilmung – die erste nach 50 Jahren – des Gebrüder Grimm Klassikers macht das Märchen in seiner ursprünglichen Gestalt erlebbar. „Was man bislang eher aus chinesischen Gespenstergeschichten kannte – wabernde Schatten im Unterholz, das Rauschen des Windes im Geäst, die undurchdringliche Finsternis ‚lebender’ Wälder -, das wird hier zu visuell eindrucksvollen Variante einer ‚German Ghost Story’, in der Mut kindliches Durchsetzungsvermögen und Geschwisterliebe über Not und Ungerechtigkeit triumphieren. Dabei verbindet sich die eindrucksvolle naturalistische Kulisse des Thüringer Waldes mit den ‚weltentrückten’ Klängen der norwegisch-samischen Musikerin Mari Boine. (…) Das alles mündet wohltuender Weise nie in belehrende Zeigefinger-Pädagogik, sondern bleibt sich und den Brüdern Grimm bis zum (guten) Ende treu.“ film-dienst Die DVD bietet u.a. spannendes Unterrichtsmaterial zum Thema „Märchen“ sowie zu den Brüdern Grimm.

König Drosselbart | 59 Min. | Neuverfilmung 2008 | FSK 0 (Empf. ab 6 Jahren)

„König Drosselbart“ erzählt die Geschichte von der stolzen und hochmütigen Prinzessin Isabella von Geranien, deren Vater sie vermählen möchte. Doch an jedem Anwärter hat sie etwas auszusetzen. Sogar den edlen Richard von Begonien weist sie zurück und verspottet ihn als „König Drosselbart“. Der König ist so verärgert, dass er seine Tochter mit dem erst besten Spielmann vermählt und aus dem Schloss jagt. Gedemütigt muss die Schöne von nun an in einer kleinen Hütte leben und Geld verdienen, um nicht zu verhungern. Doch Isabellas bettelarmer Ehemann ist nicht der, für den sie ihn hält. Im Kostüm des einfachen Spielmanns möchte Richard seiner Auserwählten den Hochmut austreiben.

Schneewittchen und das Geheimnis der 7 Zwerge | 90 Min. | 1992 | FSK 0 (Empf. ab 8 Jahren)

Der Zauberspiegel verrät es der bösen Königin: Schneewittchen lebt! Also hat der schwarze Ritter das schöne Mädchen nicht getötet, wie die eifersüchtige Frau es ihm befohlen hatte. Die Königin verkleidert sich und macht sich auf den Weg zu den sieben Zwergen. Hier wird sie Schneewittchen finden – und hier will sie es vergiften. Aber Schneewittchen hat viele Freunde, die es beschützen: den Hofnarren zum Beispiel, der viel mehr als ein Spaßmacher ist, die Zwerge natürlich, die ein Geheimnis hüten und den rätselhaften schwarzen Ritter!

Regie: Ludvik Ra`za
Produktion: Omnia, Eurokim, ZDF
Darsteller: Natalie Minko, Gudrun landgrebe, Eberhard Feik, Dietmar Schönherr, Alessandro Gassmann
Drehbuch: Bernd Fiedler
Musik: Titelsong „This is Heaven“ von Kristine Frey

Tischlein deck dich | 57 Min. | Neuverfilmung 2008 | FSK 0 (Empf. ab 6 Jahren)

Der ungeschickte Max Klopstock will seinem Vater und seiner geliebten Lotte beweisen, dass er zu etwas nütze ist. Auf den Spuren seiner beiden älteren Brüder zieht er in die Welt hinaus, um ein Handwerk zu erlernen. Nachdem Max von einer Räuberbande überfallen wurde, findet er bei einem bettelarmen Schneiderehepaar Unterschlupf, das den jungen Burschen nur widerwillig als Lehrling aufnimmt. Als durch Max‘ Einfallsreichtum der beleibte und betuchte Bürger Hagen endlich passende Beinkleider bekommt, wendet sich das Blatt: Die neuartigen Hosen mit Latz kommen groß in Mode und die Schneiderleute werden reich. Am Ende der Lehrzeit schenkt ihm der dankbare Schneider einen Zauberknüppel. Wie Max verlassen auch seine Brüder großzügig beschenkt ihre Lehrmeister: Jockel besitzt nun einen Tisch, der sich selbst mit wunderbaren Köstlichkeiten deckt, und Emil einen Goldesel. Zufällig treffen sich die Brüder in einem Wirtshaus, dessen Besitzer es auf Esel und Tisch abgesehen haben. Doch die gierige Wirtin und ihr Mann übersehen glatt den schlagkräftigen „Knüppel aus dem Sack“.